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Hier erfahren Sie neue Änderungen des Gesetzgebes, die für Ihr Unternehmen wichtig sind.

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Einkommensteuer

Musterverfahren zum Erststudium


Von den Finanzämtern wird mit Hinweis auf die neue gesetzliche Änderung verweigert, die Kosten für ein Erststudium als Werbungskosten zu berücksichtigen. Gegen die neue Rechtslage wendet sich das vom Bund der Steuerzahler unterstützte Musterverfahren. Entgegen der Finanzverwaltung wird die Auffassung vertreten, dass Berufsausbildungskosten zwingend zu den unbegrenzt abzugsfähigen vorweggenommenen Werbungskosten gehören.Der Bundesfinanzhof hatte diese Ansicht im Sommer 2011 bestätigt. Noch im Herbst 2011 wurde durch den Gesetzgeber entschieden, diese Rechtsprechung nicht anzuwenden, wobei das Gesetz rückwirkend geändert wurde.

Hinweis: Bei Ablehnung durch das Finanzamt sollte auf das Musterverfahren verwiesen werden mit Hinweis auf das BFH Urteil VI R 15/11.

 


 

Buchführung und Bilanzierung

Angemessenheit eines betrieblichen PKW

Ein Fahrzeug, dass für den Unternehmer durchgehend horrend hohe Kosten verursacht, ist weder geeignet noch dazu bestimmt, den Betrieb zu fördern. Grundsätzlich ist der Unternehmer frei in seiner Entscheidung, welche und wie viele Fahrzeuge er für betriebliche Zwecke anschafft. Nach Auffassung des FG Nürnberg vom 07.01.2012 muss jedoch der Unternehmer darlegen und glaubhaft machen, dass überwiegend betriebliche Gründe zum Erwerb des Fahrzeuges geführt haben. Betriebsausgaben sind lediglich die Kosten für die tatsächlich durchgeführten betrieblichen Fahrten in angemessener Höhe. Im Einzelfall sind folgende Tatsachen zu beurteilen:

-Größe des Unternehmens                                                                                                                                               -Höhe der Einnahmen und der Gewinne                                                                                                                          -Umfang und Häufigkeit der Privatnutzung                                                                                                                      -Sonderzubehör, wie Sportausstattung                                                                                                                            -Bedeutung für den Geschäftserfolg                                                                                                                                -Üblichkeit im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche                                                                                     -Verursachung der Anschaffung aus privaten Gründen

 


 

Investitionsabzugsbetrag

Nach einer Entscheidung des BFH vom 17.01.2012 kann ein Investitionsabzugsbetrag auch noch nach Einlegen eines Einspruchs geltend gemacht werden. Es ist nicht erforderlich, dass der Steuerpflichtige im Zeitpunkt der Anschaffung die Absicht hatte, den Investitionsabzugsbetrag in Anspruch zu nehmen. Damit kann der Steuerpflichtige ein Wirtschaftsgut anschaffen, bevor er dafür in der Steuererklärung oder sogar im nachfolgenden Einspruchsverfahren einen Investitionsabzugsbetrag geltend macht. Mit dieser Entscheidung stellt der BFH den notwendigen Finanzierungszusammenhang zwischen Investition und Steuererleichterung als nicht mehr erforderlich dar. Bei unterbliebenen Investitionen ist ohnehin der ursprüngliche Betriebsausgabenabzug im Rahmen der Steuerfestsetzung für das Abzugsjahr rückgängig zu machen. Damit ist nach Aussage des BFH kein Anreiz vorhanden, den IAB in Anspruch zu nehmen, wenn tatsächlich keine Investitionsabsicht besteht.

 


 

Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte

Nach der aktuellen Aussage der OFD Magdeburg in einer Verfügung vom 23.04.2012 wird darauf hingewiesen, dass die neue Rechtsprechung zur taggenauen Abrechnung der Fahrten zur Arbeit mit dem Dienstwagen nur auf Arbeitnehmer anwendbar bleibt. Für Unternehmerfälle muss zwingend der Monatsbetrag für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte mit 0,03 % des Listenpreises für jeden Entfernungskilometer versteuert werden. In Arbeitnehmerfällen stellt der geldwerte Vorteil einen Korrekturposten zum Werbungskostenabzug dar. Insoweit kann hier der Dienstwagen des Arbeitnehmers nach der tatsächlichen Nutzung mit 0,002 % einzeln bewertet werden.

 


Mindestlohn ab 01.01.2015

Zum 01.01.2015 tritt für AN aller Brachen ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € brutto pro Zeitstunde in Kraft. Ausnahmen gelten für UN, die ihren AN bereits einen allgemein verbindlichen Mindestlohn nach dem Arbeit-nehmerüberlassungsgesetz oder dem Tarifvertragsgesetz zahlen.

Beachten Sie auch die Änderungen, die sich bei der Beschäftigung  von Minijobbern ergeben. Denn arbeiten diese bei jährlicher Betrachtung regelmäßig mehr als 53 Stunden pro Monat, würde das einen Monatslohn über 450,00 € ergeben und die Beschäftigung wäre dann sozialversicherungspflichtig.

Mindestens ebenso stark trifft Sie die neue Aufzeichnungspflicht: für Minijobber,kurzfristig Beschäftigte sowie AN in den Branchen, die zur Sofortmeldung bei Beschäftigungsbeginn verpflichtet sind, müssen Sie Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzeichnen und für mindestens zwei Jahre aufbewahren. Eine entsprechende Vorlage zur Arbeitszeitdokumentation stellen wir Ihnen in unserer Rubrik Fomular zur Verfügung. Bei weiteren Fragen zum Thema Mindestlohn beraten wir Sie gerne. Bitte sprechen Sie uns an.